"Schafft der Mensch den Menschen ab?"

Entnommen aus/Quelle: idw Überblick vom 15.03.2018

Bucerius Lab Symposium 2018 zur Digitalisierung der Arbeitswelt
im Museum der Arbeit in Hamburg

Das Bucerius Lab Symposium der ZEIT-Stiftung am Freitag, den 13., und am Samstag, den 14. April 2018 im Museum der Arbeit in Hamburg, Wiesendamm 3, diskutiert die weitreichenden Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt: „Schafft der Mensch den Menschen ab?“

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Big Data, Robotik und Algorithmen verändert das Arbeiten vollkommen. Selbstfahrende Autos, Geschäfte ohne Personal, automatisierte Fabrikation und Distribution – die zunehmende Digitalisierung könnte in Deutschland viele Arbeitsplätze vernichten. Laut einer aktuellen Umfrage des IT-Verbands Bitkom entfallen rund 3,4 Mio. Stellen allein in den kommenden fünf Jahren, weil Roboter oder Algorithmen die Arbeit übernehmen. Jede vierte Firma sieht sich demnach durch die Digitalisierung sogar in ihrer Existenz bedroht. Macht die Digitalisierung also den Menschen überflüssig?


Nach der Einführung von Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, loten Experten wie die Kultur- und Technikhistorikerin Prof. Dr. Martina Heßler („Wer arbeitet in Zukunft? Menschen, Maschinen oder Menschmaschinen?“), der Journalist Christoph Keese („Die digitale Transformation – Wie kann sie uns gelingen?“), die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Grimm („Käfig oder Befreiung? Ethische Fragen von KI und der Zukunft der Arbeit“), Prof. Mark Graham vom Oxford Internet Institute („Digitale Arbeit – Eine globale Herausforderung?“), der Soziologe und Sozialpsychologe Prof. Dr. Harald Welzer („Verschwinden die Arbeiter, wenn die Arbeit verschwindet?“), der Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Niko Paech („Der zerstörerische Traum vom digitalen Fortschritt?“), der Essayist Wolf Lotter („Wieder normal statt total digital! – Eine Brandrede“) sowie der Futurist Gerd Leonhard, der Gründer Harald Neidhardt und der Musikproduzent Tim Renner („Technology vs. Humanity?“) aus:
- ob Menschen künftig mit Maschinen oder gegen Maschinen arbeiten – oder zu Mensch-Maschinen werden,
- wie die digitale Transformation in Europa gelingen kann,
- wie sich Menschen den Disruptionen der digitalen Logik stellen,
- wie eine neue Ethik für die digitale Arbeitswelt aussieht – und fair gestaltet werden kann,
- wie die Potenziale der Künstlichen Intelligenz im Sinne der Menschheit und der Menschlichkeit genutzt werden können.


Eine Literaturlesung (Jonas Lüscher „Kraft“), ein Poetry Slam, ein KI-uiz („Das robotronische Pubquiz für Menschen und Maschinen“), zwei Filmvorführungen („Ex Machina“, Ghost in the Shell) sowie Exponate und Virtual Reality-Experiences gehören außerdem zum Programm des zweitägigen Symposiums.
Interessierte können sich ab sofort unter www.buceriuslab.de/symposium2018/ anmelden. Dort steht das gesamte Programm als Download zur Verfügung. Der Eintritt ist frei (Anmeldung erforderlich), mit Ausnahme der Filmvorführungen.


Das Bucerius Lab Symposium 2018 der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius findet mit und im Museum der Arbeit in Hamburg statt, veranstaltet zum Wissenschaftsjahr 2018 – „Arbeitswelten der Zukunft“ gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog.


Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius unterstützt die Entwicklung der Zivilgesellschaft. Die unabhängige gemeinnützige Stiftung will Wissen fördern, Kultur bereichern und Kompetenzen stärken. Ihre Förderaktivitäten richten sich auf Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Politik und Gesellschaft sowie das Bucerius Lab. Flaggschiffe ihres Engagements sind die im Jahr 2000 gegründete Bucerius Law School in Hamburg sowie das 2002 etablierte Bucerius Kunst Forum.


Die Experten stehen für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871 oder 0173 6231953, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Angemessene Robotik für die Altenpflege der Zukunft

Die Universität Siegen und die Fachhochschule Kiel entwickeln zusammen mit Pflegekräften roboter-basierte Szenarien und Modelle für die Zukunft der Pflege. Im Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft reist die Forschungsgruppe durch ganz Deutschland, um ihr Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Im Projekt „AriA“ (Anwendungsnahe Robotik in der Altenpflege) entwickeln Fachleute der Universität Siegen und der Fachhochschule Kiel gemeinsam mit Pflegekräften innovative Modelle zum Einsatz von Robotik und verknüpfen diese mit Weiterbildungsangeboten und Entwicklungsszenarien für die Praxis. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Wissenschaftsjahres 2018 bietet die Forschungsgruppe bundesweit Workshops und Informationsveranstaltungen an. Im Zentrum steht dabei sowohl der Austausch mit der Öffentlichkeit als auch mit angehenden Pflegeschülerinnen und -schülern, Lehrenden und Fachkräften des Pflege- und Gesundheitsbereichs zum Thema „Arbeitswelten der Zukunft“

Die Forschungsteams der Fachhochschule Kiel und der Universität Siegen untersuchen gemeinsam, welche Rollen und Aufgaben Roboter im Altenheim übernehmen können und sollen. Dabei kommen ethische Gesichtspunkte ebenso zum Tragen wie Fragen nach den rechtlichen Grundlagen und der sozialen Verträglichkeit der neuen Technik. Mit humanoiden Robotern des Typs „Pepper“ besuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Pflegeeinrichtungen und analysieren, wie offen Bewohnerinnen, Bewohner und Pflegekräfte für die neuartigen Technologien sind. Im intensiven Austausch werden Anwendungen für den Roboter entwickelt, gemeinsam mit den involvierten Zielgruppen getestet und anschließend bewertet.

AriA Workshops und Informationsveranstaltungen im ersten Halbjahr des Wissenschaftsjahres 2018:

• Hannover:
o 06.03.2018–08.03.2018: Altenpflegemesse 2018 (Messestand, Vorträge, Roboter-Präsentation), Messegelände Hannover – 30521 Hannover. Ansprechpartner vor Ort: Universität Siegen
• Schwerin:
o 09.03.2018: 3. Norddeutscher Fachtag Demenz (Ausstellung, Vortrag, Roboter-Präsentation), Schwerin – Ludwig-Bölkow-Haus, Graf-Schack-Allee 12
19053 Schwerin. Ansprechpartner vor Ort: Fachhochschule Kiel
• Berlin:
o 18.04.2018–19.04.2018: AriA Öffentlichkeitsworkshop OSZ Sozialwesen (Workshop und Diskussion, Roboter-Präsentation), Berlin – Landeszentralbibliothek Berlin, Blücherplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg. Ansprechpartner vor Ort: Universität Siegen
o 02.05.2018–05.05.2018: re:publica (Vortrag, Diskussion und Open Space, Roboter-Präsentation), Berlin – STATION Berlin, Schönhauser Allee 6/7, 10179 Berlin. Ansprechpartner vor Ort: Universität Siegen
• Leipzig:
o 21.03.2018–23.03.2018: XPOMET© CONVENTION (Ausstellung, Workshop, Vortrag), Leipzig – Kongresshalle am Zoo, Pfaffendorfer Straße 31
04105 Leipzig. Ansprechpartner vor Ort: Fachhochschule Kiel
• Kiel:
o 27.03.2018: Fachworkshop Digitale Transformation (Ausstellung, Roboter-Präsentation), Kiel – Landhaus Kiel, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel. Ansprechpartner vor Ort: Fachhochschule Kiel
• Heidelberg:
o 24.04.2018: Paritätischer Gesundheitskongress (Vortrag und Diskussion, Roboter-Präsentation), Heidelberg – Print Media Academy, Kurfürstenanlage 60, 69115 Heidelberg. Ansprechpartner vor Ort: Universität Siegen
• Nürnberg:
o 16.05.2018–17.05.2018: Deutscher Stiftung Tag (Vortrag und Podiumsdiskussion, Roboter-Präsentation), Nürnberg - Messezentrum Nürnberg, Messezentrum 1, 90471 Nürnberg. Ansprechpartner vor Ort: Universität Siegen
• Dortmund:
o 28.05.2018–30.05.2018: Deutscher Seniorentag (Präsentation), Dortmund – Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund, Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund. Ansprechpartner vor Ort: Universität Siegen.

(Quelle: idw vom 26.02.2018)

 

Neue IAB-Infoplattform "Arbeit in der digitalisierten Welt - Forschung und Ergebnisse aus dem IAB"

Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt. Das IAB analysiert die Folgen des 
technologischen Fortschritts für die Beschäftigung in Deutschland. Welche 
Tätigkeiten sind durch Maschinen ersetzbar? Wie wirkt sich der 
Technologieeinsatz in den Betrieben aus? Verändert sich die Arbeitsqualität? 
Und welche Qualifikationen werden künftig benötigt?

Diese IAB-Infoplattform stellt die Publikationen und Projekte von IAB-
Autorinnen und -Autoren zu dieser Thematik zusammen.
http://www.iab.de/infoplattform/wissenschaftsjahr2018

Studie: Hoher Arbeitsdruck, zu wenig Personal und Defizite beim Gesundheitsschutz

Studie: Viele Unternehmen nicht fit für die Arbeit 4.0

Hoher Arbeitsdruck, zu wenig Personal und Defizite beim Gesundheitsschutz in rund 70 Prozent aller Betriebe

Für die Herausforderungen der Digitalisierung und des demografischen Wandels sind viele Unternehmen in Deutschland schlecht gerüstet. In jeweils rund 70 Prozent der größeren Betriebe werden großer Arbeitsdruck, damit verbundene psychische Belastungen und Defizite bei der Weiterqualifizierung als Probleme wahrgenommen, die Gesundheit und Zukunftsperspektiven der Beschäftigten gefährden können.Studie: Viele Unternehmen nicht fit für die Arbeit 4.0

Es hapert vor allem an einer ausreichenden Personalstärke, bei flexiblen Arbeitszeitmodellen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen, und im Gesundheitsschutz. 76 Prozent der Betriebe führen die gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsabschätzungen nicht wie vorgesehen durch. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Basis ist eine Umfrage unter mehr als 2000 Betriebsräten.

Link zur Studie:

https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_pb_20_2018.pdf - Quelle: Elke Ahlers: Sind die Betriebe in Deutschland fit für die Arbeitswelt 4.0?, WSI Policy Brief Nr. 20, 02/2018.

(Quelle: idw, 26.02.2018)

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