Blick auf neuere Forschung

 

Ausgewählte neuere Studien:

Hartmut Hirsch-Kreinsen: Arbeit 4.0: Pfadabhängigkeit statt Disruption. Soziologisches Arbeitspapier Nr. 52/2018, TU Dortmund.

Fabian Hoose: Digitale Arbeit. Strukturen eines Forschungsfeldes. IAQ-Forschung, 03-2018, Universität Duisburg-Essen.

Christina Schildmann/Dorothea Voss: Aufwertung von sozialen Dienstleistungen. Warum sie notwendig ist und welche Stolpersteine noch auf dem Weg liegen. Forschungsförderung Report Nr. 4, Hans-Böckler-Stiftung, 2018.

acatech: Smart Service Welt 2018: Wo stehen wir? Wo gehen wir hin? Berlin. Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2018.

Hans-Böckler-Stiftung: Atlas der Arbeit. Daten und Fakten über Jobs, Einkommen und Beschäftigung. Düsseldorf, 2018.

WSI-Schwerpunktheft 03/2018: Industrie 4.0 konkret - Ungleichzeitige Entwicklungen, arbeitspolitische Einordnungen.

Dieter Sauer u. a.: Rechtpopulismus und Gewerkschaften. Eine arbeitsweltliche Spurensuche. VSA Verlag, Hamburg, 2018.

Innovationspotenzial Zuwanderung

In der neuesten Ausgabe 1|2018 derSchriftenreihe TRANSITION  "Innovationspotenzial Zuwanderung: Praxisperspektiven zur Arbeitsintegration" wird aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema der Arbeitsintegration von Zuwanderern in den Branchen Altenpflege, IT und Handwerk aufgegriffen. Darüber hinaus wird  der Umgang mit den wirtschaftlichen Potenzialen durch Zuwanderung und Diversität kritisch hinterfragt. Aber auch die Entwicklungsbedarfe bei den Zuwanderern selbst werden beleuchtet.

Das Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention FIAP e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Institut Arbeit und Technik (IAT), dem Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) und Akteuren wie der Caritas, dem Integration Point Gelsenkirchen und Geflüchteten selbst die Thematik bearbeitet. Das Ergebnis ist im Anhang nachzulesen

Anhänge:
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Ver.di Innovationsbarometer 2017: Open Innovation in den Augen von Mitbestimmungsträgern

Das ver.di-Innovationsbarometer gibt über die Innovationsfähigkeit im Dienstleistungssektor Auskunft. Es basiert auf Umfragen unter Mitbestimmungsträgern, die der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft  ver.di  angehören: Arbeitneh-mer/innen-Vertreter/innen in Aufsichtsräten sowie Vorsitzende von Betriebs- und Personalräten. Im Mittelpunkt der Auswertungen des Innovationsbarometers steht das Konzept von „Open Innovation“, verstanden als Öffnung des betrieblichen Innovationsprozesses– zumeist nach außen unter Einbezug externer Akteure. Open Innovation bezieht gezielt Akteure unabhängig von ihren institutionellen Zugehörigkeiten in die Gestaltung von Innovationen ein. Unabhängig von Schwächen der Definition des Konzeptes der Open Innovation ergeben sich einige interessante Hinweise.

Insgesamt gesehen werden im Dienstleistungssektor zwar häufig Unternehmensberater und Kunden als Informationsquelle bei der Suche nach Innovationen einbezogen, aber weder flächendeckend noch kontinuierlich. Die Energiebranche und die IKT-Branche erweisen sich als relativ offen für die Nutzung externer Informationsquellen, wohingegen die Öffentliche Verwaltung dies weniger der Fall ist. Der bösartige Schluss, dass die Öffentliche Verwaltung erstens nicht viel innoviert und wenn sie es denn tut, die Bürger und Bürgerinnen nicht einbezieht, lässst sich mit den Daten aber nicht belegen.

Weiterhin belegt die Befragung, dass zwar Kunden als Informationsquelle genutzt werden, aber das Kundenfeedback nicht alle an dem Innovationsprozess Beteiligten erreicht. Auch hier spielt die Öffentliche Verwaltung eine unrühmliche Rolle. Ausserdem weist der Bericht daraufhin, dass Beschäftigte, die ausserhalb des Teams der Kerninnovatoren arbeiten, wenig eingebunden werden. Der bereichsübergreifenden Vernetzung wird von den Unternehmen wenig Bedeutung beigemessen. Leider zeigt sich in der Befragung auch, dass der Innovationsprozess mit einer höheren Arbeitsintensität und mehr Belastungen verbunden ist.

Die betriebliche Mitbestimmung spielt im Innovationsgeschehen kaum eine Rolle. Die Mitbestimmungsorgane werden in den Bereichen der Innovation mit Produkten und Dienstleistungen kaum einbezogen, bzw. erst am Ende des Prozesses.

Der Bericht steht unter https://innovation-gute-arbeit.verdi.de/innovation/innovationsbarometer/innovationsbarometer-2017 zum Download bereit.

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HGAL-Workshop: „Ökologie und Arbeit – Ökologie der Arbeit“.

Am Donnerstag, dem 06. September 2018, veranstaltet der HGAL e.V. einen Workshop zum Thema „Ökologie und Arbeit – Ökologie der Arbeit“.

Im ersten Teil der Veranstaltung setzen sich Mitglieder des HGAL damit auseinander, ob  die „Triangel Ökonomie, Ökologie und Soziales“ wirklich so selbstverständlich ist, wie sie zunächst erscheint. Sie berichten u.a. über Erfahrungen aus den Arbeitsforschungsprogrammen und stellen die These auf, dass die Triangel viel stärker in der Produktions- und Dienstleistungsforschung verankert werden muss. Im zweiten Teil stellt Klaus Pickshaus dar, dass das Konzept „Arbeit und Ökologie“ möglicherweise zu kurz gegriffen ist. Eher brauchen wir ein gesellschaftspolitisches Konzept der „Ökologie der Arbeit“, das die unterschiedlichen Reproduktionskreisläufe zusammensieht.

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Anmeldung:  Ursula Meyer HGAL e.V.

Tel.: 0228 92979899

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Das Gesamtprogramm findet sich in der Anlage

"Schafft der Mensch den Menschen ab?"

Entnommen aus/Quelle: idw Überblick vom 15.03.2018

Bucerius Lab Symposium 2018 zur Digitalisierung der Arbeitswelt
im Museum der Arbeit in Hamburg

Das Bucerius Lab Symposium der ZEIT-Stiftung am Freitag, den 13., und am Samstag, den 14. April 2018 im Museum der Arbeit in Hamburg, Wiesendamm 3, diskutiert die weitreichenden Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt: „Schafft der Mensch den Menschen ab?“

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Big Data, Robotik und Algorithmen verändert das Arbeiten vollkommen. Selbstfahrende Autos, Geschäfte ohne Personal, automatisierte Fabrikation und Distribution – die zunehmende Digitalisierung könnte in Deutschland viele Arbeitsplätze vernichten. Laut einer aktuellen Umfrage des IT-Verbands Bitkom entfallen rund 3,4 Mio. Stellen allein in den kommenden fünf Jahren, weil Roboter oder Algorithmen die Arbeit übernehmen. Jede vierte Firma sieht sich demnach durch die Digitalisierung sogar in ihrer Existenz bedroht. Macht die Digitalisierung also den Menschen überflüssig?


Nach der Einführung von Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, loten Experten wie die Kultur- und Technikhistorikerin Prof. Dr. Martina Heßler („Wer arbeitet in Zukunft? Menschen, Maschinen oder Menschmaschinen?“), der Journalist Christoph Keese („Die digitale Transformation – Wie kann sie uns gelingen?“), die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Grimm („Käfig oder Befreiung? Ethische Fragen von KI und der Zukunft der Arbeit“), Prof. Mark Graham vom Oxford Internet Institute („Digitale Arbeit – Eine globale Herausforderung?“), der Soziologe und Sozialpsychologe Prof. Dr. Harald Welzer („Verschwinden die Arbeiter, wenn die Arbeit verschwindet?“), der Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Niko Paech („Der zerstörerische Traum vom digitalen Fortschritt?“), der Essayist Wolf Lotter („Wieder normal statt total digital! – Eine Brandrede“) sowie der Futurist Gerd Leonhard, der Gründer Harald Neidhardt und der Musikproduzent Tim Renner („Technology vs. Humanity?“) aus:
- ob Menschen künftig mit Maschinen oder gegen Maschinen arbeiten – oder zu Mensch-Maschinen werden,
- wie die digitale Transformation in Europa gelingen kann,
- wie sich Menschen den Disruptionen der digitalen Logik stellen,
- wie eine neue Ethik für die digitale Arbeitswelt aussieht – und fair gestaltet werden kann,
- wie die Potenziale der Künstlichen Intelligenz im Sinne der Menschheit und der Menschlichkeit genutzt werden können.


Eine Literaturlesung (Jonas Lüscher „Kraft“), ein Poetry Slam, ein KI-uiz („Das robotronische Pubquiz für Menschen und Maschinen“), zwei Filmvorführungen („Ex Machina“, Ghost in the Shell) sowie Exponate und Virtual Reality-Experiences gehören außerdem zum Programm des zweitägigen Symposiums.
Interessierte können sich ab sofort unter www.buceriuslab.de/symposium2018/ anmelden. Dort steht das gesamte Programm als Download zur Verfügung. Der Eintritt ist frei (Anmeldung erforderlich), mit Ausnahme der Filmvorführungen.


Das Bucerius Lab Symposium 2018 der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius findet mit und im Museum der Arbeit in Hamburg statt, veranstaltet zum Wissenschaftsjahr 2018 – „Arbeitswelten der Zukunft“ gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog.


Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius unterstützt die Entwicklung der Zivilgesellschaft. Die unabhängige gemeinnützige Stiftung will Wissen fördern, Kultur bereichern und Kompetenzen stärken. Ihre Förderaktivitäten richten sich auf Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Politik und Gesellschaft sowie das Bucerius Lab. Flaggschiffe ihres Engagements sind die im Jahr 2000 gegründete Bucerius Law School in Hamburg sowie das 2002 etablierte Bucerius Kunst Forum.


Die Experten stehen für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871 oder 0173 6231953, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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