Neue Forschungsergebnisse des IAQ Duisburg

Neue Publikationen

IAQ-Forschung 2017-06
Gerhard Bosch: Industrielle Beziehungen und soziale Ungleichheit in Deutschland

IAQ-Forschung 2017-05
Christin Schröder und Claudia Weinkopf: Arbeitsbedingungen in der Fluggastkontrolle – zwischen hoheitlichen Befugnissen und fehlender Wertschätzung?

IAQ-Report 2017-06
Thorsten Kalina / Claudia Weinkopf: Niedriglohnbeschäftigung 2015 – bislang kein Rückgang im Zuge der Mindestlohneinführung

IAQ-Report 2017-05
Tabea Bromberg: Regulierung von AT-Entgelten in der chemischen Industrie – Elemente gewerkschaftlicher Strategie und guter Mitbestimmungspraxis

Link zum IAQ:

http://www.iaq.uni-due.de/

Kolleg Postwachstumsgesellschaften

Der aktuelle Newsletter des DFG-finanzierten Jenaer „Kolleg Postwachstumsgesellschaft“ ist sehr lesenswert und lädt zum abonnieren ein. Besonders interessant sind zwei Workshops Anfang Oktober: Workshops zu Postkapitalismus mit Paul Mason zu Fragen einer möglichen neo-sozialistischen Option mit Erik OlinWright.

Der Link zum Kolleg und zum Newsletter:

http://www.kolleg-postwachstum.de/Kolleg.html

Anhänge:
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„Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin legt wissenschaftliche Standortbestimmung zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt vor.

Das Anfang 2014 begonnene BAuA-Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung" wurde im Mai 2017 mit der Vorstellung des Abschlussberichts beendet. Das Forschungsprojekt zielte darauf ab, den Stand des Wissens zu psychischen Arbeitsbedingungsfaktoren in der Arbeit aufzubereiten, die Übertragbarkeit der vorhandenen Erkenntnisse auf die sich verändernden Arbeitsbedingungen zu bewerten sowie Wissenslücken zu psychischen Belastungsfaktoren, Belastungskonstellationen und deren Wirkungen auf den Menschen zu identifizieren. Darüber hinaus wurden auch das verfügbare Gestaltungswissen sowie hier bestehende Forschungsdefizite ermittelt. (Quelle: Homepage der BAuA)

Link:

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeit-und-Gesundheit/Psychische-Gesundheit/Projekt-Psychische-Gesundheit-in-der-Arbeitswelt/_functions/BereichsPublikationssuche_Formular.html?nn=8705934

 

Leben – Arbeit – Gesundheit: Brauchen wir neue Konzepte?

Die erste öffentliche Diskussionsrunde des Vereins Humane Gestaltung von Arbeit und Leben am 5. September im Hotel Residence in Bonn ging um das Thema „Leben – Arbeit – Gesundheit“. Zu Grunde lagen erste Überlegungen der AG Gesundheit. Die AG beschäftigte sich mit zwei Ansätzen: zum einen mit dem „Reproduktionskonflikt“ und zum anderen mit der Weiterentwicklung des Konzeptes „Public Heath und Humanisierung der Arbeit“ von Müller, Larisch und Senghaas-Knobloch.

Die Kasseler Soziologin Kerstin Jürgens hat 2010 auf den „Reproduktionskonflikt“ im Kapitalismus hingewiesen. . Jürgens meint damit in aller Kürze, dass sich gegenwärtig alle drei Säulen des deutschen (gesellschaftlichen) Reproduktionsmodells im Wandel befinden: „In Erwerbsarbeit, Sozialstaat und Familie haben zeitgleich ganz bestimmte Veränderungen stattgefunden, die viele Menschen überfordern und damit zum übermäßigen dauerhaften Verschleiß physischer, psychischer und/oder sozialer Ressourcen führen.“ (Jürgens 2010, S. 561). In der Diskussion wurde bemängelt, dass diese ganzheitliche Herangehensweise in dem Bericht der Kommission „Arbeit der Zukunft“ nicht mehr vertieft wird, sondern sich allein auf die „Gesundheit im Betrieb“ konzentriert wird. Dies ist umso bedauerlicher, da Untersuchungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung (Wendsche, Lohmann-Haislah, Z.Arb.Wiss, 2017, 52-70) an Hand empirischer Daten zeigen, dass mangelnde mentale Erholung nach der Arbeit als eine Ursache für die Entwicklung ermüdungsrelevanter psychischer Beanspruchungsfolgen ist. Dies ist eine deutliche Warnung an alle, die die gesetzliche Ruhezeit verkürzen wollen, aber auch eine Aufforderung, die Interaktion von Arbeit und Leben genauer zu betrachten.

Die nächste öffentliche Diskussionsrunde findet am 11. Oktober zum Thema „Dienstleistungs- und Arbeitsforschung“ statt. Um eine Anmeldung an Ursula Meyer office<at>ursulameyer.net wird gebeten.

Wissensarbeit

Arlinghaus, Anna: Wissensarbeit.

Aktuelle arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse. Reihe: Mitbestimmungsreport, Nr. 35. Düsseldorf:  2017, ISSN: 2364-0413. 15 Seiten

Kurzbeschreibung:

Digitalisierte Produktionsprozesse und neue Technologien verändern Arbeitsweisen und -abläufe, Kommunikation mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden. Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht entstehen neue Belastungen und Beanspruchungen für Beschäftigte. Wissensarbeit ist fokussiert darauf, neues Wissen und Informationen zu erwerben und anzuwenden. Wissensarbeiter sind oft räumlich und zeitlich flexibel, arbeiten mobil. Folgen mobiler Arbeit und komplexe Wirkmechanismen sind nicht hinreichend untersucht. Daher wurde zunächst der aktuelle Stand arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse prägnant zusammengetragen. Offene Fragen: Wie lassen sich Ruhe- und Erholzeiten bei unterschiedlichen Belastungsbedingungen und persönlichen Konstellationen definieren? Wie wirken sich selbstverantwortliches und selbst organisiertes Arbeiten aus? Inwieweit wird Arbeitszeit wirklich frei und selbstbestimmt festgelegt? Inwieweit erzeugen Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit und Selbstausbeutung eine verhältnismäßig größere Belastung als bei weniger selbstbestimmten Arbeitsformen?

Download unter

https://www.boeckler.de/6299.htm?produkt=HBS-006601&chunk=1

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