Das Arbeitsleben der Zukunft wird von einer Vielzahl interagierender Kräfte wie z.B. Golbalisierung, Finanzialisierung, Demografie, Technologie  gestaltet. Eine Humanisierung des Arbeitslebens wird sich immer nur im Kontext dieser Kräfte verwirklichen lassen. Es ist deshalb von wesentlicher Bedeutung, diese Kräfte zu analysieren und Gestaltungsmöglichkeiten für das Arbeitsleben zu ermitteln.

Hierzu wird HdA-online relevante Studien und Berichte zugänglich machen und zusammenfassen. Wesentlich ist hier, die Offenheit von Zukunft darzustellen, so wie dies z.B. in der Szenariotechnik dargestellt wird.

Die Umsetzung sowohl arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse als auch von HdA Zielen ist auf die Entwicklung von Konzepten angewiesen, die eine humane Gestaltung des Arbeitslebens in unterneherisches Changemanagement integrieren. In der Regel sind dies zugleich Konzepte zur Umsetzung innovativer Lösungen,also Innovationsmanagement.

HdA- online wird hier in lockerer Reihenfolge solche Konzepte darstellen und deren Diskussion und Bewertung anstoßen.

Hier werden Metoden der unternehmerischen Planung, Betriebsorganisation, Change Management , Arbeitsgestaltung und Personalplanung vorgestellt, die ggfs. mit entsprechenden Änderungen oder Ergänzungen geeignet sind, HdA Erkenntnisse und Zielvorstellungen umzusetzen.

 

 

 

HdA Online stellt hier Projekte vor, deren Ziel es ist, Wege zur Gestaltung der Arbeitswelt zu erforschen und zu realisieren. Wir beginnen mit Projekten aus Fördermaßnahmen des BMBF und zwar zunächst aus den Förderschwerpunkten

  • Innovationsfähigkeit im demographischen Wandel
  • Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Die BMBF-Förderprogramme "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" und „Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt“ (die Weiterentwicklung dieses Programms ist gerade in Arbeit und wird dann "Zukunft der Arbeit heißen") werden durch Förderbekanntmachungen/Förderrichtlinien umgesetzt. Diese Bekanntmachungen/Richtlinien werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und umreißen ein Förder-/Forschungsthema, zu dem "Skizzen" eingereicht werden können.
(Quelle der Zusammenstellung: http://www.pt-ad.pt-dlr.de/index.php)

1. Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln.Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt

     mit fölgenden Förderschwerpunkten:

  • Arbeit in der digitalisierten Welt
  • Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen
  • Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel

 2. Forschung für Dienstleistungen

mit folgenden Förderschwerpunkten

  • Smart Service Stadt
  • Dienstleistungsinnovationen durch Digitalisierung
  • Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen
  • Dienstleistungsinnivationen für Elektromobilität

Jeder Förderschwerpunkt wird zunächst kurz vorgestellt. Es folgen die Kurzdarstellungen wichtiger Projekte dieses Förderschwerpunktes. Am Ende jeder Projektedarstellung werden Literaturhinweise und eine Kontakt - Internetadresse angegeben. Damit wird es möglich, in einen engeren Informationsaustausch ggfs. auch eine Zusammenarbeit mit dem Projekt einzutreten.

 

Die vorgestellten Projekte wollen wir längerfristig begleiten, vor allem um zu sehen, in welcher Weise und ggfs. in welcher Kombination mit anderen Projekten und Maßnahmen sie umgesetzt werden.

 

Über die vom BMBF geförderten Projekte hinaus bieten wir jedem Projektan , vor allem auch nicht mit öffentlichen Mitteln geförderten Projekten , sich mit einer der dargestellten Projekte entsprechenden Darstellungsweise auf der HdA - Online Plattform zu präsentieren.

Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt“ (http://www.pt-ad.pt-dlr.de/de/94.php)

 

Förderschwerpunkte

1)            Arbeit in der digitalisierten Welt

Die Bekanntmachung spezifiziert in ihrem Forschungsfeld das Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Zukunft der Arbeit" als Teil des Dachprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen", welches die verschiedenen Aspekte der Produktion, Dienstleistung und Arbeit, die mit der Technisierung, Automatisierung und Digitalisierung einhergehen, verbindet. Die neue speziell auf soziale Innovationen ausgerichtete Forschungsprogrammlinie "Zukunft der Arbeit" komplettiert als dritte Säule das Dachprogramm. Damit leistet das Programm insgesamt einen wichtigen Beitrag, den Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken und zugleich zukunftsfähige und sozialverträgliche Arbeitsplätze zu schaffen.

Hintergrund

Nahezu jede Form der Erwerbsarbeit in Deutschland wird heute von informations- und kommunikationstechnischen Arbeitsmitteln begleitet. Technische Innovationen wie die Digitalisierung verändern die Arbeitswelt grundlegend und werfen Fragen auf, wie beispielsweise: Was bringen die neuen zunehmend digitalisierten Arbeitsformen mit sich? In welche Richtung wandeln sich Arbeitsprozesse? Wie gestaltet sich Führung in einer digitalen Arbeitswelt? Welchen Einfluss wird die Digitalisierung als soziale Innovation auf die Unternehmenskulturen haben? Wie sehen die Folgen für Menschen und Unternehmen aus? Und, was bedeuten diese für den Arbeits- und Gesundheitsschutz?

Die Digitalisierung als soziale Innovation bedarf der Einbeziehung aller Akteure und die Investition in Konzepte, die für die Menschen in unserer Gesellschaft weiterhin gute Arbeit und ein gutes Leben realisieren. Grundlegend dafür sind eine angemessene und durchdachte Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation sowie Arbeits- und Organisationskultur.

Ziel

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergehen sind zu analysieren und der erforderliche Handlungsbedarf abzuleiten. Mit diesem Ziel im Blick fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus Bundesmitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union FuE-Vorhaben zu folgenden drei Themen:

  1. Digitalisierung der Arbeit als soziale Innovationschance
  2. Sharing Economy, Mobile und Cloud Computing als Auslöser für Arbeitsinnovationen
  3. Ergonomische und gesundheitsförderliche Arbeitssystemgestaltung im digitalen Zeitalter

Forschung und Praxis sind daher aufgerufen, beschäftigungswirksame und arbeitnehmer-freundliche soziale Innovationen zu entwickeln und auf diese Weise die Basis für das "Arbeiten in der digitalisierten Welt" zu schaffen. Im Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft sind Modelle und geeignete Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, mit denen die positiven Aspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt für Unternehmen und Beschäftigte identifiziert und erschlossen werden. Es werden Skizzen erwartet, die eine wirkungsvolle Beteiligung von Unternehmen vorsehen. Damit wird nachhaltig zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der Menschen in unserer Gesellschaft beigetragen.

Mit diesen Zielen ist die Bekanntmachung Bestandteil der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland und der "Digitalen Agenda 2014 - 2017" der Bundesregierung.

 

 

Verfahren

Bis zum 15. Juli 2015 wurden über 230 Skizzen eingereicht. Diese befinden sich nun im Begutachtungsprozess und werden auf ihre Förderfähigkeit geprüft. Das BMBF wird auf Grundlage des Vorvotums der Experten und Expertinnen die Förderentscheidung fällen. Danach werden potenzielle Projekte zeitnah zu einer Antragsberatung zum DLR Projektträger nach Bonn eingeladen. Mit ersten Rückmeldungen ist Anfang bis Mitte November zu rechnen.

 

 

2)            Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf dem Gebiet der "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen", um die Innovationsfähigkeit vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung durch die Verknüpfung von Arbeitsgestaltung mit Kompetenz-, Personal- und Organisationsentwicklung zu stärken.

Hintergrund

Die Arbeit der Zukunft mit ihrer verstärkten Digitalisierung und Dynamisierung der Arbeitswelt - wie sie gegenwärtig unter dem Stichwort "Industrie 4.0" diskutiert wird - wird an die Mehrheit der Beschäftigten deutlich erhöhte Komplexitäts-, Abstraktions- und Problemlösungsanforderungen stellen. Vielen Beschäftigten wird ein sehr hohes Maß an selbstgesteuertem Handeln, kommunikativen Kompetenzen und Fähigkeiten zur Selbstorganisation abverlangt. Die subjektiven Fähigkeiten und Potenziale der Beschäftigten werden noch stärker gefordert sein. Das bietet Chancen für qualitative Anreicherung, interessante Arbeitszusammenhänge, zunehmende Eigenverantwortung und Selbstentfaltung, mit dem Risiko der Selbstgefährdung durch Überforderung. Daneben wird es aber auch zukünftig in vielen Branchen weiterhin einfache Tätigkeiten geben, in denen die Gestaltungsspielräume wesentlich geringer sind. Viele Beschäftigte werden auch mit einem Verlust an Handlungskompetenz konfrontiert werden. Diese Entwicklungen werden durch den demografischen Wandel da beschleunigt, wo keine kontinuierliche Kompetenzentwicklung stattfindet. Der präventive Arbeits- und Gesundheitsschutz muss sämtliche Tätigkeitsfelder adressieren, um das für die Innovationsfähigkeit wesentliche Arbeitskraftpotenzial zu erhalten.

 

Ziel

Das grundlegende Ziel der Bekanntmachung "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" lässt sich daher in zwei Richtungen zusammenfassen. Um die Innovationsfähigkeit zu stärken bedarf es:

  1. eines wirksamen betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch präventionsorientierte Personal- und Kompetenzentwicklung und
  2. verbesserter Gesundheit und Arbeitsqualität der Beschäftigten durch personenindividuelle, präventive Arbeitsgestaltung.

Um diese beiden Felder zu erforschen, sind Präventionsallianzen aus Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft, Intermediären und Sozialpartnern gefragt, in ihren Skizzen anwendungsorientierte Ansätze zu beschreiben, die die Chancen resultierend aus Digitalisierung und Demografie herausstellen und Wege zu einem konstruktiven Umgang aufweisen und umsetzen. Es gilt Kreativität und Vitalität der Unternehmen und ihren Mitarbeitern zu erhalten, um Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.

Damit greift die Bekanntmachung die Forschungsagenda der Bundesregierung für den demografischen Wandel "Das Alter hat Zukunft" auf. Gleichzeitig ist sie Bestandteil der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland.

 

Verfahren

Die Skizzen, die zur Förderung kommen sollen, sind vom BMBF ausgewählt und unterrichtet. Die ersten Projekte starten zum Herbst 2015.

 

3)            Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf dem Gebiet des "Betrieblichen Kompetenzmanagements im demografischen Wandel", um die Innovationsfähigkeit in einer alternden und zahlenmäßig schrumpfenden Gesellschaft zu erhalten und durch die Verknüpfung von Arbeitsgestaltung mit Kompetenz-, Personal- und Organisationsentwicklung zu stärken.

Mehr denn je kommt es darauf an, die aus den Wechselwirkungen von demografischem Wandel und moderner Arbeitswelt erwachsenden Herausforderungen zu erkennen, zu erforschen und zu gestalten. Dabei gewinnt die Identifizierung, Entwicklung und Nutzung von Kompetenzen in Unternehmen entscheidend an Bedeutung. Das beinhaltet neue Modelle der Arbeitsorganisation, neue Konzepte der lebenslagenorientierten Personalpolitik, aber auch neue Strategien unternehmensspezifischen Kompetenzmanagements. Damit sollen eine gezielte Kompetenzentwicklung und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten vom Einstieg ins Erwerbsleben bis zum Erreichen des Rentenalters sichergestellt werden.

An diesen Herausforderungen orientiert sich der aktuelle Forschungsschwerpunkt und fördert neue Konzepte, Strategien und Modelle für ein demografiesensibles, unternehmensbezogenes und berufsbegleitendes Kompetenzmanagement, das nachhaltig und bedarfsgerecht zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Im demografischen Wandel sind zunehmend älter werdende Belegschaften herausgefordert, sich mit komplexeren Produktionssystemen, kürzeren Produktionszyklen, beschleunigten Technologiewechseln, neuen Unternehmensorganisationen und Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen auseinanderzusetzen. Kompetente Fachkräfte sind und bleiben in diesen Prozessen die entscheidende Grundlage für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Mit Blick auf die demografische Struktur sind kompetenzorientierte Anpassungen in der Arbeitsorganisation der Unternehmen, lern- und gesundheitsförderliche Arbeitsplätze sowie eine innovationsförderliche Unternehmenskultur notwendig. Dafür sollen wissenschaftlich fundierte und in der Unternehmenspraxis erprobte Lösungsansätze in drei Themenbereichen erarbeitet werden.

Der Themenbereich "Arbeitsprozessintegrierte Kompetenzentwicklung für die Wirtschaft der Zukunft" fokussiert neuartige Konzepte für die Entwicklung individueller arbeits- und innovationsrelevanter Kompetenzen und deren professionelle Begleitung und Unterstützung durch Fach- und Führungskräfte in Unternehmen sowie durch intermediäre Organisationen.

Der Themenbereich "Kompetenzmanagement für längere Beschäftigungsfähigkeit" widmet sich gruppen- und altersspezifischen Rahmenbedingungen. Forschungsaspekte sind u. a. digitale Technologien, moderne Lernformate, spezifische Lernformen, Dokumentation und Anerkennung im Arbeitsleben erworbener Kompetenzen wie auch Potenziale von Gruppen (Frauen, Migranten), die für die regionale und sektorale Fachkräftesicherung bedeutsam sind.

Der Themenbereich "Konzepte betriebsspezifischen Kompetenzmanagements" richtet sich an das gesamte Unternehmen, seine Teile und Hierarchieebenen sowie die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Es sind neue Konzepte erforderlich, die eine optimale Passung zwischen demografischer Struktur der Beschäftigten, technologischen und organisatorischen Anforderungen und Kompetenznutzung fördern. Diese betreffen auch informelle Lernprozesse, Kunden und externe Unternehmenspartner sowie soziale Webcommunities, die für einen Kompetenz- und Innovationsgewinn genutzt werden können.

Von den 277 eingereichten Skizzen wurden 30 Verbundprojekte, eingeteilt in sieben Fokusgruppen, und ein Metaprojekt für die Förderung ausgewählt.

  • Fokusgruppe 1 - Gestaltungskompetenz für Unternehmensprozesse
  • Fokusgruppe 2 - Kompetenznutzung und Unternehmenskultur
  • Fokusgruppe 3 - Lebensphasenorientiertes Kompetenzmanagement
  • Fokusgruppe 4 - Zukunftstechnologien und Kompetenzbedarfe
  • Fokusgruppe 5 - Vernetztes Kompetenzmanagement
  • Fokusgruppe 6 - Neue Formen arbeitsbezogenen Lernens
  • Fokusgruppe 7 - Kompetenzentwicklung als Innovationstreiber

Weitere Informationen finden Sie in der Projektliste des Förderschwerpunkts und auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

 

„Forschung für Dienstleistung“ (http://www.pt-ad.pt-dlr.de/de/707.php)

 

1)            Smart Service Stadt

Hintergrund

Die Bekanntmachung "Smart Service Stadt: Dienstleistungsinnovationen für die Stadt von morgen" erfolgt auf der Grundlage des Forschungsprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen", mit dem die Bundesregierung das übergeordnete Ziel verfolgt, die Wertschöpfung durch Produktion und Dienstleistung zu stärken. Hierin liegen Innovationspotenziale für Wachstum und zusätzliche qualifizierte Beschäftigung. Die Bekanntmachung ist auch ein Beitrag zur Umsetzung der Forschungs- und Innovationsagenda der Nationalen Plattform Zukunftsstadt für die nachhaltige Stadtentwicklung. Sie erfolgt im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 "Zukunftsstadt". Mit dieser Förderrichtlinie zur dienstleistungsbasierten Gestaltung unserer Städte strebt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderung von FuE für die nachhaltige Sicherung der Lebens-, Arbeits- und Aufenthaltsqualität von Städten an. Diese Bekanntmachung steht im Kontext der Forschungs- und Innovationsagenda der Nationalen Plattform Zukunftsstadt.

 

Ziele

Es sollen Vorhaben gefördert werden, die die Möglichkeiten der Forschung für Dienstleistung nutzen, um die Entwicklung, Erbringung und Erprobung von Dienstleistung im Kontext der Bedarfe der Städte nachhaltig zu verändern und zu verbessern. Es sollen urbane gesellschaftliche und wirtschaftliche Stakeholder dabei unterstützt werden, Dienstleistung methodisch zu entwickeln, Test und Simulation zu ermöglichen, effizient zu erstellen und ihren Nutzen für Wirtschaft und Menschen zu optimieren.
Drei Handlungsfelder sind vorgesehen:

  • Urbane Dienstleistungssysteme integrieren
  • Urbane Ko-Produktion und Ko-Kreation von Dienstleistung
  • Datenbasierte Dienstleistung und Engineering von Dienstleistung für die Stadt der Zukunft

 

Verfahren

Bis zum 30.Oktober 2015 konnten Skizzen eingereicht werden. Die Ergebnisse der Bewertung und der Begutachtung sowie die Auswahl der zu fördernden Skizzen durch das BMBF werden voraussichtlich im März 2016 abgeschlossen sein. Es gilt die veröffentlichte Fassung der Bekanntmachung im Bundesanzeiger.

 

2)            Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung

Hintergrund

Zur Eröffnung der Tagung "Dienstleistung in der digitalen Gesellschaft" hat Bundesforschungsministerin Wanka die Förderrichtlinie "Dienstleistungsinnovationen durch Digitalisierung" angekündigt. Die Bekanntmachung erfolgt zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung im Rahmen des "Aktionsplans Dienstleistung 2010" und erschien im Bundesanzeiger mit Datum 27. Mai 2014. Mit der Bekanntmachung wird die Bedeutung der Digitalisierung für Dienstleistung wirkungsvoll unterstrichen. Ausgehend von den Bedarfen der Wirtschaft und der Gesellschaft kann die Forschung für Dienstleistung einen originären und weithin sichtbaren Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft leisten.

 

Ziel

In der Bekanntmachung heißt es:
"Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, die Forschung zur Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung gezielt auszubauen. Es sollen Vorhaben gefördert werden, die die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, um die Entwicklung, Erbringung und den Vertrieb von Dienstleistung nachhaltig zu verändern und zu verbessern. Im Rahmen der hier vorgestellten Fördermaßnahme sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, Dienstleistung effizient zu erstellen, ihren Entwicklungsprozess zu optimieren, Dienstleistungserbringungsprozesse zu modularisieren und zu standardisieren oder die Skalierung des Leistungsangebotes zu ermöglichen.

Einreicher von Skizzen sollen zukünftige Herausforderungen mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz identifizieren und hierfür innovative, dienstleistungsorientierte Lösungen anbieten. Durch entsprechende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen Lösungen erarbeitet werden, die in realen Situationen in der Wirtschaft erprobt und auf ihre Bedeutsamkeit und Eignung in der unternehmerischen Anwendung geprüft werden. Die Ergebnisse sollen sichtbar und nachhaltig in die wirtschaftliche Anwendung überführt werden. Weitere Ziele sind die Stärkung der Wertschöpfungsprozesse durch digital gestützte Dienstleistung und der Ausbau strategischer Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland."

In der Bekanntmachung werden drei Handlungsfelder genannt:

  • Prozessinnovation durch Digitalisierung;
  • Vernetzung der Dienstleistung und Integration ins Internet;
  • Engineering von Dienstleistungssystemen.

Neben den Handlungsfeldern können Skizzen zu einem wissenschaftlichen Begleitvorhaben eingereicht werden.

 

Verfahren

Die Auswahl der Skizzen ist erfolgt. Der Beginn der geförderten Verbundprojekte ist für den Herbst 2015 geplant.

 

3)            Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen

Hintergrund

Unsere Gesellschaft unterliegt einem tiefgreifenden Wandel: Herausforderungen wie die demografische Entwicklung, der technologische Fortschritt, die Zunahme des internationalen Wettbewerbs oder der Klimawandel werden in den kommenden Jahrzehnten Deutschland nachhaltig verändern. Diese Entwicklungen werden sich auf viele Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens auswirken; insbesondere aber auch auf das Gesundheitswesen und die damit verbundenen Dienstleistungen. Damit auch weiterhin eine hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleistet bleibt, sind große Forschungsanstrengungen notwendig, die Lösungen für die sich ändernde Gesellschaft entwickeln.

 

Stand / Verfahren

In der abschließenden Auswahlsitzung wurden aus dem Bereich der Dienstleistungsforschung vier regionale Netzwerke ausgewählt, die nun eine finanzielle Förderung von bis zu vier Jahren erhalten (siehe Pressemitteilung des BMBF).

 

Die vier Regionen:

FISnet wird erforschen, wie die aktive gesellschaftliche Teilhabe am Ende des Erwerbslebens bis ins hohe Alter für möglichst viele Menschen gestaltet werden kann. Ziel ist es, präventive betriebliche und regionale Gesundheitsdienstleistungen besser an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ansprüche älterer Menschen anzupassen. Hierzu entwickelt und erprobt die Region in Augsburg/Schwaben modellhaft kooperative Dienstleistungsnetzwerke der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Chemnitz+ wird dazu beitragen, dass ältere Menschen trotz körperlicher Einschränkungen in der vertrauten häuslichen Umgebung bleiben können und so weiter selbstständig und -bestimmt leben. Erreicht werden soll dies durch ein integratives Dienstleistungskonzept, in dessen Zentrum die Wohnung und das Quartier stehen. Diese werden durch die Vernetzung der Akteure innerhalb der Region und deren intelligente Anbindung an den Lebensraum zum Gesundheitsstandort weiterentwickelt.

Das Präventionsnetzwerk Ortenau möchte ein Netzwerk aufbauen, das sowohl seelische als auch körperliche Gesundheit und die soziale Teilhabe von möglichst allen Kindern und deren Familien fördert. Leitbild ist die Inklusion. Dieses Netzwerk soll die Akteure und Entscheidungsträger der Bildungs-, Jugendhilfe- und Gesundheitsinstitutionen systematisch miteinander verknüpfen.

Das Quartiersnetz Ruhrgebiet fokussiert die soziale Teilhabe bis ans Lebensende. Ältere Menschen sollen befähigt werden, sich über Quartiersnetzwerke eine zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsstruktur für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen. Hierfür werden reale und digitale Quartiersnetze, geeignete Kommunikationsmedien sowie ein Schulungs- und Beratungskonzept entwickelt. Diese Quartiersnetzwerke sollen Menschen ermöglichen, in allen Phasen ihres Älterwerdens am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzuhaben und dieses selbst zu gestalten.

 

Begleitvorgaben:

"INDiGeR" ist das wissenschaftliche Begleitvorhaben. Es unterstützt die "Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen" vor allem im Bereich des Ergebnistransfers von vorbildlichen Lösungen aus den vier Regionen und fördert deren Verstetigung. Ein Beirat der Begleitforschung, der sich aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammensetzt, erschließt weitere Vernetzungspotenziale. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der wissenschaftlichen Begleitforschung.

Die folgende Broschüre kann über INDiGeR bezogen werden:

Ganz, Walter; Schletz, Alexander; Tombeil, Anne-Sophie
Gesundheit erlebbar machen. Vor Ort. Im Netz. Die GeDiReMo Gewinnerregionen und die INDiGeR Begleitforschung stellen sich vor., Stuttgart, Fraunhofer IRB, 2015

 

1)            Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität


Hintergrund

Bei der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende stellen der Ausbau und die langfristige Sicherstellung einer energieeffizienten Mobilität eine der wesentlichen aktuellen Herausforderungen dar. Die Elektromobilität kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn sie ein technologisch überzeugendes und auf die Benutzerbedürfnisse optimal ausgerichtetes Angebot auf der Basis von integrativen Gesamtlösungen bietet. Hierzu ist eine systematische Verknüpfung von technologischem Fortschritt und Dienstleistungsinnovationen erforderlich. Es gilt, die Elektromobilität "durch die Brille" der Dienstleistungsforschung zu betrachten und ihr so, mithilfe aller Werkzeuge die die Dienstleistungsforschung zur Verfügung stellt, zum Durchbruch zu verhelfen.


Ziel

Aus diesem Grund hat das BMBF mit Datum vom 31. August 2012 die Bekanntmachung "Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität" veröffentlicht. Gefördert werden Verbundprojekte, mit denen anwendungsbezogene Lösungen der Dienstleistungsentwicklung und -anwendung für die Elektromobilität erarbeitet werden. Die eingereichten Skizzen bezogen sich auf nachfolgend beschriebene Themenfelder:

  1. Analyse, Ergänzung und Vernetzung existierender Dienstleistungen, orientiert am Produktlebenszyklus
  2. Anpassung bestehender Dienstleistungssysteme an die Elektromobilität
  3. Entwicklung und Management von Wertschöpfungssystemen mit Dienstleistungen
  4. Betreiberkonzepte als innovative Geschäftsmodelle
  5. Modularisierung und Standardisierung.


Stand/Verfahren

Im Herbst 2013 nahm das wissenschaftliche Begleitvorhaben "DELFIN" seine Arbeit auf. Es begleitet den Förderschwerpunkt unter wissenschaftlichen Aspekten und sorgt zudem auch dafür, dass die Ergebnisse dem Fachpublikum zur Verfügung stehen werden. Es werden insgesamt 15 Verbundprojekte gefördert. Damit wird ein deutlicher Akzent durch die Forschung für Dienstleistung im Bereich der Elektromobilität geleistet. Zugang zu den Projekten erhalten Sie über die Webseite des wissenschaftlichen Begleitvorhabens DELFIN.

 

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