Dienstleistungsforschung in Deutschland

Ich habe eine Materialsammlung zur Arbeitsforschung hier ins Netz gestellt und bin dann auch nach einer entsprechenden Materialsammlung für die Dienstleistungsforschung gefragt worden. Eigentlich hat sie bei einer Humanisierungsseite wenig verloren aber trotzdem. Sie zeigt, dass Prozessgestaltung und Arbeit miteinander zusammenhängen. Sie zeigt, dass Dienstleistungsinnovation und Beschäftigung miteinander in Wechselbeziehung stehen. Kurz, wie es in einem Beschluss der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft heisst: Gute Arbeit und Gute Dienstleistungen. Ausserdem kann hier gezeigt werden, Dienstleistungen sind mehr als Gesundheitswirtschaft. Die 70% der Beschäftigung kommen nicht aus staatlichen Dienstleistungen. Die Materialsammlung zeigt auch, dass Dienstleistungsarbeit hochquallifzierte Facharbeit ist, vielleicht anspruchsvoller als viele Montagearbeit. Die Schaffung des Niedriglohnsektors im Dienstleistungsbereich war vielleicht der größte Blödsinn, den sich Kanzler Schröder geleistet hatte. Ansonsten gelten die Randbedingungen, die auch für die Stoffsammlung in der Arbeitsforschung gelten: Es ist meine persönliche Sicht der Forschungslandschaft und ich bin gegen Fehler nicht gefeit.

Der Volltext ist in der Anlage.

G. Ernst

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Von der Humanisierung des Arbeitslebens zu Innovationen für die Arbeit von morgen

Der Anhang ist eine Stoffsammlung. Sie entstand aus der Notwendigkeit, im Jahr 2008 eine Rede
vorzubereiten, und sollte eigentlich dann beendet sein.Die Entwicklungen ab dem Jahr 2010 ergaben neue Er-
fahrungen. Ich habe diese Erfahrungen mit einigen Glättungen an die entsprechende Stelle gesetzt. Ebenso habe ich auf Grund von Quellen, die mir zugänglich wurden, die „Anfangsgeschichte des HDA-Programms“ überarbeitet (mit * im Inhaltsverzeichnis).
 
Dies ist eine persönliche Stoffsammlung. Sie will sagen, Arbeit braucht Forschung, Arbeit
braucht kontroverse Forschung. Arbeit als nicht wertfreier Gegenstand braucht auch weniger
ideologische Debatten. Dies gilt für beide Seiten, die progressivere als auch die konservative
Seite, insbesondere aber für die konservative Seite.  Dies gilt  auch für die Forschung selbst. Arbeit ist ein komplexer Gegenstand, dort sind viele theoretische Ansätze und Methoden notwendig – und erfolgversprechend. Keine Seite sollte das Wahrheitsmonopol für sich in Anspruch nehmen.  
 
Die Geschichte der Arbeitsforschung ist ein Auf- und – Ab. Die Hochphase der Humanisie-
rung von 1974 bis 1990, das Tal der Tränen 1995 bis 2000. Dann wieder eine Hochphase bis
2010 und dann die Zeit im Kampf um das Programm bis 2014. Wir können 2016 über neue
Programme und Ansätze diskutieren. Während vor 2013 überhaupt keine programmatische
Grundlage vorhanden war, können jetzt Forschung und Arbeit vor programmatischen Hinter-
gründen kritisch hinterfragt und weiterentwickelt werden. Mit den laufenden Anstrengungen
in der Forschungsförderung ist auch damit zu rechnen, dass wieder Menschen auf allen Quali-
fikationsstufen ausgebildet werden, denen die Zielsetzungen und methodischen Ansätze einer
humanen Gestaltung der Arbeit nicht mehr fremd sind. Es bleibt die Lücke zwischen For-
schung und Realität. Ich weiß, dass gesellschaftliche Verhältnisse – angefangen vom Wider-
spruch zwischen Kapital und Arbeit bis hin zum Neoliberalismus in unseren eigenen Köpfen
– massive Friktionen verursachen werden. Deshalb sind auch neue Anstrengungen notwendig,
die über die früheren Ansätze der Umsetzung von Humanisierungsergebnissen hinausgehen.  
Wir werden ähnliche Wege wie in der Dienstleistungsforschung gehen müssen, um ein neues
Bewusstsein zu wecken.

 G.Ernst

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Anhang: Vollversion des Beitrags

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