Die Jahrbücher Gute Arbeit: Überblick und Inhaltsverzeichnisse

20 Jahre nach Beendigung des HdA Forschungsprogramms haben die Gewerkschaften die Aufgabe der Humanisierung des Arbeitslebens wieder aufgegriffen.(1) Aus diesen neuen Initiativen sind u. a. die Jahrbücher Gute Arbeit entstanden.(2) Seit nunmehr einem Jahrzehnt bietet das jährlich erscheinende Kompendium ein Forum der wissenschaftlich informierten und politisch ambitionierten Debatte über die Gegenwart und Zukunft der Arbeit. Wie zur Zeit des ersten HdA Programms, so befinden sich auch heute nach Beendigung der großen Wirtschaftskrise 2007/2008 Wirtschaft und Gesellschaft in einer Umbruchsituation mit ungewissem, deshalb aber auch gestaltbarem Ausgang. Damals wie heute muss ein neues Leitbild der Unternehmensführung und Arbeitsgestaltung entwickelt werden, welches auf dem Menschen mit seinen multiplen, komplexen Fähigkeiten aufbaut. Grundsätze und Leitlinien einer humanen Gestaltung des Arbeitslebens müssen bei den heute deutlich sichtbaren Veränderungsprozessen – Globalisierung, zunehmende Nutzung digitaler Technologien, Umwelt – und Klimaschutz, demographischer Wandel – zu bestimmenden Gestaltungsinstrumenten werden. Zu diesem Prozess leisten die breit gestreuten Beiträge der Jahrbücher Gute Arbeit einen wesentlichen Beitrag. Als Überblick über die 10 Ausgaben veröffentlicht HdA-online Kurzcharakterisierungen und die Inhaltsverzeichnisse der Jahrbücher 2009 bis 2018.

Jahrbuch Gute Arbeit 2018

Ökologie der Arbeit – Impulse zum nachhaltigen Umbau

In diesem Band wird das bereits gut ausgearbeitete Konzept Gute Arbeit in den Zusammenhang mit einer sozial-ökologischen Umbaustrategie gestellt. Veränderungen von Selbstüberforderung, Prävention bei psychischen Belastungen, mehr Zeitsouveränität und ein Abbau des permanenten Produktivitätssteigerungszwangs sollen Freiräume für Interesse an ökologisch verträglicher Produktion, Wirtschafts- und Lebensweise ermöglichen. Sinnvolle und befriedigende Arbeit sind zentrale Gestaltungsaufgaben der Zukunft.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

 

Jahrbuch Gute Arbeit 2017

Streit um Zeit – Arbeitszeit und Gesundheit

Wo liegen die Aufgaben guter Arbeitszeitgestaltung in einer digitalisierten Welt? Die Digitalisierung mit ihrem enormen Potenzial an Rationalisierung und Flexibilisierung, an Produktivitätssteigerung und Beschleunigung von Arbeitsprozessen hat zu immer stärkeren Druck auf die Arbeitnehmerschaft geführt, noch bestehende Schranken der Arbeitszeitflexibilisierung aufzuheben. Dem wird die Forderung gegenübergestellt, den Beschäftigten mehr Rechte zu geben zur humanen Arbeitszeitgestaltung. Wer über die eigene Zeit verfügt, hält den Schlüssel für eine autonome, eine selbstbestimmte Lebensführung in der Hand. Die Digitalisierung kann hier zu einem Instrument entwickelt werden, Möglichkeiten für mehr Zeitsouveränität der Beschäftigten auszuschöpfen und auch Arbeitszeitverkürzungen durchzusetzen.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch Gute Arbeit 2016

Digitale Arbeitswelt – Trends und Anforderungen

Weichenstellungen für die Arbeitswelt 4.0 müssen jetzt erfolgen. Insbesondere müssen die Möglichkeiten für eine Humanisierung der Arbeitswelt ausgeschöpft werden. In der Industrie steht nicht nur eine weitere Automatisierung an, sondern die autonome Kommunikation auch räumlich entfernte Produktionsanlagen miteinander sowie deren Verknüpfung mit neuen Dienstleistungsangeboten. Beiträge dieses Bandes beschreiben die erwarteten Chancen und die Risiken der Digitalisierung, Chancen für eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in einer globalen Wirtschaft einerseits , Risiken für Beschäftigung und neues Prekariat andererseits. Ob sich die Chancen einer Modernisierung realisieren lassen, hängt stark davon ab, welche Digitalisierungsvariante sich in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen durchsetzen wird.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch Gute Arbeit 2015

Qualitative Tarifpolitik – Arbeitsgestaltung – Qualifizierung

Arbeitsgestaltung und Qualifizierung sind zentrale Ansatzpunkte für Gute Arbeit. In diesem Jahrbuch werden deshalb die Ansatzpunkte und Möglichkeiten einer qualitativen Tarifpolitik diskutiert. Mit der Verstärkung dieses seit langem bestehenden Bereichs der Tarifpolitik können neue Möglichkeiten geschaffen werden, Arbeit angesichts der bevorstehenden Veränderungen human zu gestalten und Beschäftigten über Qualifizierungsmaßnahmen Kompetenzen zu sichern.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch Gute Arbeit 2014

Profile prekärer Arbeit – Arbeitspolitik von unten

Die Prekarisierung der Arbeitswelt hat gefährliche Ausmaße erreicht. Prekäre Beschäftigung hat vielerlei Gestalt, Leiharbeit, Werkverträge, befristete Stellen, Minijobs, Solo Selbstständigkeit, Praktika, illegale Beschäftigung. In diesem Jahrbuch setzen sich Gewerkschafter und Arbeitsforscher mit diesen verschiedenen Formen der prekären Arbeit auseinander und stellen Möglichkeiten und Wege vor, stattdessen Konzepte guter Arbeit zu realisieren.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch Gute Arbeit 2013

Anti-Stress-Initiativen: Impulse aus Praxis und Wissenschaft

Psychostress am Arbeitsplatz ist allgegenwärtig und hat sich zu einem zentralen Problem der menschengerechten Arbeitsgestaltung entwickelt. Psychische Belastungen ziehen ein umfassendes Krankheitsgeschehen nach sich. Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Belastungen haben in den letzten 10 Jahren um 80 % zugenommen. Das Jahrbuch 2013 lotet aus, welche Handlungsmöglichkeiten dazu bestehen und welche Praxiserfahrungen bereits vorliegen, um dieses Problem im Sinne guter Arbeit lösen zu können.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch gute Arbeit 2012

Zeitbombe Arbeitsstress – Befunde, Strategien, Regelungsbedarf

Dieses Jahrbuch greift eines der zentralen Probleme der heutigen Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung auf, die zunehmenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und im weiteren Sinne des Arbeitslebens. Zeit und Termindruck sind allgegenwärtig, Überstunden sind keine Ausnahme, sondern die Regel geworden. Das Jahrbuch beschreibt Faktoren und Bereiche dieser Belastungen und zeigt Wege auf, mit welchen Maßnahmen hier gegengesteuert werden kann.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch gute Arbeit 2011

Folgen der Krise, Arbeitsintensivierung, Restrukturierung

Die Wirtschaftskrise 2007/ 2008 scheint inzwischen überwunden, zumindest weitgehend entschärft zu sein. Angesichts der instabilen weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere der exorbitant steigenden Verschuldung, bleibt aber die weitere Entwicklung labil und ungewiss. Das kooperative deutsche Wirtschaftsmodell hat sich zwar in der Krise glänzend bewährt, so dass ein beschäftigungspolitisches Desaster ausgeblieben ist, die arbeitspolitische Bilanz ist dennoch von wachsenden Problemen geprägt. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse haben sich weiter ausgebreitet, Arbeitsintensivierung und Arbeitsstress zugenommen. Unternehmen werden umstrukturiert und Personal wird in stärkerem Maße abgebaut. Mit diesen Fragestellungen und Möglichkeiten gewerkschaftlicher Maßnahmen beschäftigt sich das Jahrbuch 2011.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch Gute Arbeit 2010

Handlungsfelder für Betriebe, Politik und Gewerkschaften

Zwar konnte die beschäftigungspolitische Katastrophe abgewendet werden, der Druck auf die Arbeitnehmer als Folge der Weltwirtschaftskrise ist dennoch weiterhin sehr hoch. Insbesondere die Ansprüche an Arbeitsqualität, Sicherheit der Arbeitsplätze und neue Arbeitsplätze stehen vor großen Widerständen. Die Beiträge im Jahrbuch untersuchen, welche Handlungsfelder jetzt für Betriebe, Gewerkschaften und Politik gegeben sind.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

Jahrbuch Gute Arbeit 2009

Handlungsfelder für Betriebe, Politik und Gewerkschaften

Im ersten Jahrbuch der Reihe Gute Arbeit konzentrieren sich die Beiträge in erster Linie auf Weichenstellungen der konzeptionellen und praktischen Ausrichtung des neuen Handlungsfelds Gute Arbeit. Fragen werden diskutiert, wie lassen sich Wettbewerbsfähigkeit und soziale Ansprüche verbinden, auf welche positiven Erfahrungen kann man sich stützen, welche Lösungsansätze bieten sich an.

Anhang: Inhaltsverzeichnis

 

(1)Konferenz \"Von der Humanisierung des Arbeitslebens zur Guten Arbeit\" am 22.11.16 in Berlin

Gute Arbeit als gewerkschaftliches und politisches Projekt

(2) Zehn Jahre Jahrbuch Gute Arbeit – ein gewerkschaftliches Erfolgsprojekt

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